Kommunikation

Wenn ich »Kommunikation« höre, denke ich an Strategie, Marketingabteilung, Kunden, Geschäftspartner und Reichweite. Begriffe, die in produzierenden Konzernen angebracht sind. Wie kann ich »Kommunikation« auf die Karl Schubert Schule beziehen?

Die Karl Schubert Schule überdenkt ihre Kommunikationswege am Übergang von der Pionier- in die Differenzierungsphase … Die Karl Schubert Schule kommuniziert viel, um Gelder für die Bauabschnitte aufzubringen… Ja, das stimmt, klingt professionell – und distanziert.

Kommuniziere ich in der Schulgemeinschaft? Will ich, dass die Schule mit mir kommuniziert? {weiterlesen}

Betrachte ich die Karl Schubert Schule als Lebens- und Lernort meiner Kinder und als Schulgemeinschaft, deren Teil ich als Mutter bin, dann suche ich dort Begegnung, Gespräch, Diskurs, Auseinandersetzung, wenn nötig auch Konflikt. Was eben entsteht, wenn Menschen zusammenkommen, die ein gemeinsames Ziel und Ideal verwirklichen möchten. Wenn verschiedene Erwartungen, verschiedene Bilder von Gegenwart und Zukunft verhandelt werden. Wenn Selbst- und Fremdwahrnehmungen sich treffen.

Auf diesem großen Lernfeld kann ich mich in Prozesse wagen, Neues ausprobieren und Fehler zulassen, gratwandern und jeden Tag zu neuen Erkenntnissen und Entscheidungen finden. Hier kann ich nicht auf Distanz bleiben, denn ich muss mich berühren, bewegen lassen.

Unglaublich lebendig fühlt sich dieses große Lernfeld an. Ein Lernfeld, das allen offensteht, die Teil der Schulgemeinschaft sind, egal, ob sie zum Backen, Bauen, Lehren, Lernen oder Zahlen angetreten sind.

Sabine Weiler