Anfang

Auf zu neuen Ufern! Das war das Motto einiger (nicht ganz) Unerschrockener und wild entschlossener Visionäre, die 2008 damit begannen, eine inklusive (!) Waldorfschule zu denken. Was uns inzwischen als etwas völlig Normales erscheint und problemlos über die Lippen kommt, war vor noch nicht allzu langer Zeit ein absolutes Novum. »Inklu-was?« wurden wir denn auch öfter gefragt, wenn wir unser Projekt vorstellten. {weiterlesen}

Wie fing alles an? Aus der Kulturpädagogischen Initiative Leipzig, einer Gruppe, die an der Verwirklichung und Umsetzung anthroposophischer Impulse arbeitete, ging 2008 ein Arbeitskreis für eine inklusive Waldorfschule hervor. Am Anfang stand die pädagogische Arbeit, die bald in die konkrete Konzeptarbeit mündete. Mit Vorträgen, Plakaten und öffentlichen Elternabenden gingen wir früh an die Öffentlichkeit und suchten den Schulterschluss mit interessierten Eltern. Viele Eltern, die heute ihre Kinder an unserer Schule haben, waren Geburtshelfer und -helferinnen der besonderen Schulgemeinschaft, wie wir sie heute erleben dürfen.

Höhen und Tiefen gab es einige, bis wir zum Schuljahr 2011/12 ganz offiziell die »Karl Schubert Schule Leipzig. Freie Waldorfschule« eröffnen konnten. Einerseits gab es Momente, in denen wir uns nicht vorstellen konnten, bis hierhin zu kommen. Doch andererseits musste unser Projekt einfach gelingen, denn die Zeit war reif für eine Schule des gemeinsamen Lernens. Allen, die das ermöglicht haben – im Großen und im Kleinen – sei zu unserem 6-jährigen Bestehen von Herzen gedankt.

Martina Christian