Hausmeisterei

Man kriegt ja nicht immer so viel von der Hausmeisterei mit. Was hast Du denn alles so für Aufgaben?

Reparieren, Organisieren, Delegieren. Reparaturen, wenn Defekte vorhanden sind. Die Handwerker delegieren, denn wir haben hier ja viel Technik zu warten, da müssen Wartungsfirmen kommen. Dann Organisieren, z. B. wenn Anja kommt und sagt: Du wie sieht’s aus, ich kann gerade nicht die Tiere versorgen. Dann guck ich, ob ich jemanden finde oder es dann selber oder mit Wolf-Achim zusammen mache. Also für so Notfälle. Die ersten Jahre hatte ich auch ansatzweise die Tierpädagogik gemacht. Da hatten wir nur kurze Zeit eine Tierpädagogin. Früh gab’s die Haus- und Hofzeit, so ähnlich wie jetzt, dass die Schüler die Tiere mit versorgt haben. Da war ich dann auch dabei. {weiterlesen}

Der Ausspruch: die Gute Seele des Hauses, das ist mir nach ein paar Jahren erst bewusst geworden, was das bedeutet. Das heißt, man ist Ansprechpartner für Alles. Für Schüler, die kommen und sagen: Du ich will ein Projekt bauen, wie sieht’s aus mit Materialien. Oder Lehrer:innen: Andreas, Du ich hätte die und die Idee… Bis hin zu den Reparaturen. Also sehr vielfältig. Es ist wirklich vom stellenweise Pädagogischen bis zum Normalen, auch bis zum Zwischenmenschlichen. Also dass man mal zuhört, wenn Schüler ein Problem haben mit einem Lehrer oder so.

Wie hat sich Deine Tätigkeit mit dem Neubau verändert?

Das ist ja ein großes Gebäude und da gibt‘s sicher auch Einiges zu tun. Jetzt mache ich mehr Büroarbeit, weil wesentlich mehr Technik da ist, die gewartet und kontrolliert werden muss, z. B. eine Heizungs- und Lüftungsanlage, ein Schließsystem und ein Aufzug. Ich kommuniziere also mit Firmen oder muss Ersatzteile nachbestellen. Das war am Anfang mit unseren Altbauten nicht so, da konnte ich viel selbst machen. Aber diese moderne Technik erleichtert mir natürlich auch Vieles.

Du bist ja schon von Anfang an dabei. Was sind Deine einprägsamsten Ereignisse? 

Am schönsten fand ich in den ersten Jahren, dass es so persönlich und familiär zuging. Ganz am Anfang war nur eine Klasse nachmittags im Hort und hatte das gesamte Gelände für sich. Da hab ich mal ein Iglu gebaut, ein andermal einen riesigen Laubberg aufgetürmt. Überhaupt, die Schule 2010 zu eröffnen, das fand ich großartig. Alle kannten sich. Manche Eltern kamen sogar vor ihrer Arbeitszeit um 6 Uhr und halfen bis um 8 Uhr mit, damit wir die Schule eröffnen konnten. Das war wirklich bemerkenswert. 

Sehr schön war auch unser erstes Tiergehege, das sich dort befand, wo heute die Schulküche ist. Als die Hühner Nachwuchs hatten, standen die Kinder immer drum herum. Und wenn dann ein Küken durch den Zaun entfloh, hieß es immer »Andreas komm mal, das Küken ist dort und dort hin …« Da musste ich das Küken dann wieder reinholen. Teilweise sind die Küken handzahm geworden; wenn ich dann morgens mit ein paar Schülern zur Versorgung reinkam, sind sie uns auf die Hand, den Kopf oder die Schulter gesprungen. Das war richtig schön! 

Das Interview führten die Käseblatt-Redakteure Emil Bauer & Jacob Deisinger mit unserem Hausmeister Andreas Jagenow

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